Infopoint: Gotha um 1802
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts war der Gothaer Hof über die Landesgrenzen hinaus berühmt für sein an der französischen Aufklärung orientiertes, literatur- und kunstbeflissenes Hofleben. Nicht zuletzt Voltaires fünfwöchiger Aufenthalt am Gothaer Hof ließ ihn als sehr modern und am Puls der Zeit erscheinen. Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745–1804) förderte während seiner Regierungszeit Wissenschaft und Kunst. Er hegte eine besondere Liebe zu den Naturwissenschaften, Astronomie, Physik und – damals noch damit unmittelbar verbunden – Geographie. Durch den Bau der Sternwarte auf dem Seeberg und vor allem durch den im Sommer 1798 in Gotha veranstalteten ersten Astronomen-Kongress Europas stand die thüringische Residenz im Mittelpunkt des internationalen Interesses.